Wenn der "Weiße Schwanen" die Besucher Thurnaus am Ortseingang wieder begrüßt - Illustration: S. Buntstein
So könnte der "Weiße Schwanen" die Besucher Thurnaus wieder begrüßen - Illustration: S. Buntstein

Perspektiven und Nutzungsideen für den Schwanen

Lange Zeit wurde in den Medien über den schlechten Zustand des Weißen Schwanen berichtet, gerne verbunden mit dem Foto der eingefallenen Wand an der hinteren Scheune. Weiter heißt es dann, die Instandsetzung sei zu teuer und nicht zumutbar. Eine Untersuchung, die diese Behauptung belegt, gibt es nicht. Dieses Narrativ verfängt dennoch, so dass viele in Thurnau sich eine Rettung nicht mehr vorstellen können.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) als Fachbehörde und weitere Fachleute, die das Denkmal von innen kennen, hingegen bestätigen, dass dem keinesfalls so ist. Im Abrissbescheid wird das BLfD wie folgt zitiert: "Erwartbare Mängel und Defekte, hier am Wohn- und Wirtschaftshaus, sind typisch für ein Gebäude dieses Alters und Typs. Sie sind allesamt mit handwerklichen, überschaubaren Mitteln nach entsprechenden Voruntersuchungen zu reparieren. Der größere Schaden an der Scheunenwand sollte kurzfristig nachhaltiger gesichert werden, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden." Auch die inzwischen durchgeführte Bauforschung von Peter Dresen bestätigt diese Einschätzung der Fachbehörde.

Im Übrigen war das Haus bis 2024 bewohnt und im Erdgeschoss fand sich ein Schreibwarenladen.

In unserer Initiative sind einige Fachleute, die täglich mit der Instandsetzung vermeintlich maroder Denkmäler zu tun haben. Sie alle bestätigen, dass der „weiße Schwanen“ in einen erstaunlich guten Zustand ist.

Eine Rettung des Schwanen ist möglich

Es gibt zahlreiche leerstehende Denkmäler, denen sich Bürger und Bürgerinnen annehmen, es erwerben und für die Gemeinschaft wieder mit Leben füllen.
Wir sind überzeugt, dass das auch mit dem Weißen Schwanen gelingt!

Das Wirtshaus Fanni

Ein weiteres wunderbares Beispiel ist auch die Rettung des Wirtshauses „Fanni“ in Pichelsdorf bei Reichertshofen durch die Dorfbewohner.

Schwedenhaus von Poxdorf

Auch um den Erhalt des "Schwedenhauses" - ein imposantes Haus von 1571 im oberfränkischen Poxdorf - kämpften Denkmalschützer über Jahrzehnte. Zuletzt war es akut einsturzgefährdet. Nun beginnt endlich seine Rettung, initiiert von der Task Force des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.

Schwedenhaus Poxdorf - Rettung in letzter Minute, 24. April 2026, Bayerischer Rundfunk

Wohngebäude in Wiesenttal

Das Einzeldenkmal sollte nach sechs Jahren Leerstand abgerissen werden, enpuppte sich dann aber als Juwel, wurde gerettet und sogar von der Oberfranknestiftung ausgezeichnet.

Wohnstallhaus ansehen

Ihre Ideen für den Schwanen sind gefragt

Auf dieser Seite möchten wir konkrete Ideen für den "Weißen Schwanen" sammeln.
Wenden Sie sich gerne an uns! Wir freuen uns über Ihre Nachricht an info@lieber-schwan-thurnau.de.